Einschreibung zum Studienbeginn

Die Einschulung in die Grundschule ist die Voraussetzung für den Start der schulischen Bildung. Nach Jahren des fleißigen Lernens folgt schließlich die Wahl: Berufsausbildung oder Studium?

Viele junge Menschen haben seit dem Beginn ihrer schulischen Laufbahn schon einen Berufswunsch, der mit einem abgeschlossenen Studium endet. Wie geht es nach dem Abitur weiter?

Einschreibung / Immatrikulation

Was ist die Einschreibung an einer Universität oder Hochschule?

Die Einschreibung oder Immatrikulation an einer Hochschule ist heute Voraussetzung, um die Einrichtungen einer deutschen Hochschule benutzen zu dürfen. Dazu gehört unter anderem die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und an Hochschul-Prüfungen, Benutzung der Bibliotheken. Mit der Eintragung in die Matrikel (Stammrolle) bewirkt die Hochschulverwaltung die Aufnahme einer Person als Studierende/r und Mitglied der Hochschule.
Quelle: Wikipedia – Immatrikulation

Um sich an einer Hochschule oder Universität einschreiben zu lassen, muß eine Bewerbung für ein Studium erfolgen. Die Bewerbung kann direkt an eine Universität gerichtet sein oder erfolgt zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung.

Zu unterscheiden ist hierbei, ob es sich um einen zulassungsbeschränkten oder einen zulassungsfreie grundständige Studiengänge handelt.
Ist ein Studiengang nicht zulassungsbeschränkt, ist die Einschreibung kein Problem, wenn die dafür erforderlichen Unterlagen innerhalb gewisser Fristen an der Hochschule eingereicht werden.

Problematisch wird es bei zulassungsbeschränkten Studiengängen. Diese Studiengänge verfügen über mehr Bewerber als freie Studienplätze. Dort werden die Studienplätze durch den Numerus clausus beschränkt. Jeder Studienbewerber hat durch das Numerus-clausus-Verfahren insgesamt drei Möglichkeiten um einen Studienplatz zu bekommen:

  1. Zulassung über die Abiturdurchschnittsnote (20% aller zur Verfügung stehenden Plätze)
  2. Zulassung über Wartesemester (weitere 20% aller zur Verfügung stehenden Studienlätze)
  3. Zulassung über Kriterien, die jede Hochschule selbst festlegt, z.B. Abiturnote, Berufspraxis, fachliche Test (restliche 60% der zur Verfügung stehenden Studienplätze)

In beliebten Studiengängen wie Medizin oder Psychologie sind die Studienplätze knapp. Für alle, die nicht über ihren Abitursnotendurchschnitt oder die Hochschulspezifischen Kriterien zugelassen werden, bleibt nur noch der Weg über die Wartesemester.
Jedes Wartesemester ist aber unnötig, denn es ist ein verschenktes Semester. Mit jedem Wartesemester wird nicht nur der zukünftige Berufseinstieg hinausgezögert, nach jedem Wartesemester steht auch erneut der Bewerbungsmarathon an den Hochschulen oder der Stiftung für Hochschulzulassung an.

Studienplatz-Warteliste – die Möglichkeiten

Wird ein Studienplatz-Bewerber nicht angenommen, sondern erhält die Mitteilung (ob nun von einer Universität oder der Stiftung für Hochschulzulassung), daß er auf einer Warteliste eingetragen wurde, gibt es für den Studenten in spe zwei Möglichkeiten:

  1. sich mit dem einen oder möglicherweise mehreren Wartesemestern zufrieden geben
  2. sich gegen die Studienplatz-Absage wehren und den Studienplatz einklagen

Recht auf freie Berufswahl – Studienplatz einklagen

Viele Hochschulen besitzen mehr Studienplätze als sie vergeben. Um zu überprüfen, ob die Hochschulen auch ihre gesamten Kapazitäten zur Verfügung stellen, ist es notwendig, eine Studienplatz-Klage zu führen. Das Deutsche Grundgesetz sichert jedem deutschen Bundesbürger das Recht auf eine freie Berufswahl zu. Dadurch wird die Studienplatzklage ermöglicht.
Um nun die Zuteilung zu einem dieser zusätzlich freien Studienplätze zu erreichen, kann der Studienplatzbewerber einen Antrag auf außerkapazitäre Zulassung stellen. Hat er bereits einen ablehnenden Zulassungsbescheid bekommen und dagegen Widerspruch eingelegt, kann „ein gerichtliches Eilverfahren im vorläufigen Rechtsschutz (sog. einstweilige Anordnung) bzw. eine Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht (sog. Kapazitätsklage) angestrengt“ (Zitat: Wikipedia) werden.

Hat eine Studienplatz-Klage Erfolg, werden die freigewordenen Studienplätze fast immer unter den Studienplatzklägern verlost. Gerade für Studienplatzbewerber mit einem schwächeren Abitursnotendurchschnitt ist dies ein zusätzlicher Vorteil.
Bei Studienplatzklagen ist es ratsam sich durch einen Anwalt vertreten zu lassen, denn die Formvorschriften und Fristen können sowohl von Bundesland zu Bundesland als auch von Hochschule zu Hochschule abweichen.

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